K.U.R.T News

Die Umfrageergebnisse im Detail

Für die Online-Umfrage des Wissenschaftskommunikationsprojekts K.U.R.T stand die Ermittlung von Anforderungen an einen manuellen Rollstuhlantrieb im Vordergrund, welche die Verbesserung der Ergonomie des Rollstuhlantriebes und die Erleichterung des täglichen Umgangs mit dem Gerät ermöglichen. Insgesamt hatten sich 33 aktive Rollstuhlfahrer/Innen an der Umfrage aus dem deutschsprachigen Raum beteiligt, wobei der Anteil an Männer leicht höher war als jener der Frauen. Das durchschnittliche Alter der Umfrageteilnehmer/Innen betrug 44 Jahre, wobei der überwiegende Anteil der Teilnehmer/Innen aufgrund einer Querschnittlähmung (62%) auf den Rollstuhl angewiesen sind.

Auf die Frage wie viele Transfers pro Tag im Schnitt durchgeführt werden, damit ist das Umsetzten vom Rollstuhl zur Toilette, Bett, Fahrzeug etc. gemeint, geben 58 Prozent der 33 Befragten an, mehr als 10 sowie 24 Prozent bis zu 10 solcher Transfers täglich durchzuführen. Deswegen scheint es auch nicht wenig überraschend, dass mehr als 90% der Befragten für durchzuführende Transfers, den Rollstuhl überwiegend seitlich „verlassen“. Eine wesentliche Frage, welche auch die Entwicklung des kurbelbasierenden Rollstuhlantriebs KURT stark beeinflusst, ist die Notwendigkeit von Armlehnen.  Es stellte sich heraus, wie Abbildung 1 zeigt, dass nur ca. 10% existierende Armlehnen als sehr wichtig empfinden, der Großteil jedoch der Befragten Armlehnen als weniger wichtig bzw. unwichtig sehen.

Abbildung 1

Die Meinungen für gerade noch mögliche Durchfahrtsbreiten sind erfahrungsgemäß unterschiedlich, dennoch gaben die meisten einen Wert im Bereich von 65 – 75cm an. Auch Hindernisse wie beispielsweise Stufen, Randsteine etc. stellen Rollstuhlfahrer/Innen manchmal vor unlösbare Probleme. So sind Hindernisse, welche größer 10cm sind als für mehr als die Hälfte der Befragten unmöglich zu überwinden, bei einigen sind sogar schon 5cm oder noch weniger problematisch. Geteilte Meinungen gab es bei der Frage, ob es wichtig sei, einen Rollstuhl falten zu können. Hier fanden 48%, dass dies wichtig oder sogar sehr wichtig sein und 52%, dass dies weniger wichtig bzw. unwichtig sei.

Die Umfrage wurde mit der abschließenden Frage über Probleme aus Sicht des/der Rollstuhlfahrers/Rollstuhlfahrerin mit einem durch seitlich angebrachte Kurbeln betätigtem Rollstuhlantrieb, beendet.  Viele Situationen wurden hier beschrieben, am häufigsten wurden die seitlich angebrachten Handkurbeln als Problem für Transfers, das nicht mögliche Unterfahren von Tischen sowie die Schwierigkeit des Abkippens zur Überwindung von Hindernissen genannt – diese Eigenschaften müssen auf jeden Fall auch mit einem alternativen Rollstuhlantrieb möglich sein.